Was mir passiert ist
Morgens wird es frisch, man heizt den Ofen zum ersten Mal in der Saison an … und er zündet schlecht. Der Techniker hatte mir geraten, den Vorratsbehälter zu leeren. Ich habe es nicht getan. Die Pellets darin haben über den Sommer Feuchtigkeit gezogen.
Hersteller kennen diesen Fall gut: In der Anleitung eines Ofens umfasst die Liste der Gründe, warum er „nicht automatisch zündet“, dreizehn Ursachen, und feuchte Pellets gehören dazu[1]. Hier die häufigsten, in der Reihenfolge, in der es sich lohnt, sie zu prüfen.
Bevor Sie etwas anfassen
Ofen aus, kalt und Stecker gezogen, die Asche vollständig erloschen: Das ist die erste Anweisung der Anleitung vor jeder Reinigung oder jedem Eingriff[1]. Und riecht es beim Wiederanheizen im Raum nach Rauch, schalten Sie das Gerät ab[2].
Die Ursachen, in der Reihenfolge der Prüfung
| Was Sie prüfen | Was die Anleitung sagt[1] |
|---|---|
| Der Vorratsbehälter: leer, oder Pellets matt, aufgequollen, bröselig | Behälter füllen. Feuchte Pellets: den Lagerort prüfen und durch trockene Pellets ersetzen. |
| Die Pellets fallen nicht in den Brennraum | Stecker ziehen, Behälter leeren, die Förderschnecke von Blockaden befreien. Ist der Schneckenmotor defekt: Kundendienst. |
| Der Brennertopf: verschmutzt oder falsch eingesetzt | Reinigen und prüfen, dass seine Öffnung genau vor der Zündung liegt. |
| Die Zündung (Zündelement) | Prüfen, ob sie Strom bekommt; ersetzen, wenn sie durchgebrannt ist. |
| Der Aschekasten und die Tür | Richtig schließen. |
| Das Abgasrohr: Nest oder Fremdkörper nach dem Sommer, Ruß | Fremdkörper aus dem Schornstein oder Abgasrohr entfernen; das Rohr reinigen lassen. |
| Saugzuggebläse, Fühler, Steuerplatine | Autorisierter Kundendienst. |
Beim Vorratsbehälter noch eine Vorsichtsmaßnahme: Am Boden sammelt sich Feinanteil, ein Sägemehl unter den Pellets. Saugen Sie ihn vor dem Nachfüllen ab, mit einem Aschesauger[2]. Entfernen Sie nie das Schutzgitter des Behälters: Die Anleitung verbietet es[1].
Warum Feuchtigkeit allein alles blockieren kann
Ein Qualitätspellet verlässt das Werk mit höchstens 10 % Wassergehalt: Das ist der Grenzwert von ENplus A1[3]. Danach nimmt das Holz wieder Feuchtigkeit aus der Luft auf. Ein feuchtes Pellet quillt auf, zerfällt und verstopft die Förderschnecke[2]; erreicht es trotzdem den Brennertopf, verbrennt es schlecht, verschmutzt den Brennraum und schwärzt die Scheibe[1]. Ein Sommer im offenen Behälter genügt.
Für nächstes Jahr
- Leeren Sie am Saisonende den Vorratsbehälter und saugen Sie den Boden aus. Das ist der Rat, den ich nicht befolgt habe.
- Lagern Sie die Säcke trocken, am besten erhöht auf einer Palette[2], und verschließen Sie einen angebrochenen Sack gut.
- Lassen Sie kehren: Für Holzpellet-Feuerstätten sieht die Kehr- und Überprüfungsordnung zwei Kehrungen im Kalenderjahr vor[4]. Welche Arbeiten bis wann fällig sind, steht in Ihrem Feuerstättenbescheid, den der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger ausstellt[5].
- Reinigen Sie den Brennertopf regelmäßig während des Winters: Die Anleitung zählt ihn zu den täglichen Aufgaben des Nutzers und überlässt die Komplettreinigung dem Techniker[1].
Quellen
- Bedienungsanleitung des Pelletofens Futura (auf Französisch), Kapitel „Entretien et nettoyage“ und „Pannes et solutions“. Jeder Ofen hat seine eigene Anleitung: Für Ihren gilt Ihre.
- Selectra, Remise en route du poêle à granulés : l’ordre des 5 gestes qui évite de tout nettoyer deux fois (auf Französisch), 9. September 2026.
- ENplus, Handbuch, Teil 3: Anforderungen an die Pelletqualität, Version 3.0, August 2015, Tabelle 1: Wassergehalt ≤ 10 %.
- Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO), Anlage 1, Nr. 1.3: Feuerstätte zur Verbrennung von Holzpellets, 2 Kehrungen im Kalenderjahr.
- Schornsteinfeger-Handwerksgesetz (SchfHwG), § 14a: Feuerstättenbescheid.

